von Jaromir der Henker » Fr Feb 06, 2026 11:28 am
Jaromir rührte sich nicht, als die Kapuze fiel.
Nicht, als das Gesicht sichtbar wurde.
Nicht, als das dritte Auge sich öffnete und blau in der Dunkelheit brannte.
Der Ritus vollzog sich vor ihm, und Jaromir ließ ihn geschehen.
Er trat nicht näher.
Er wich nicht zurück.
Er sah zu.
Das Blut.
Die Zeichen.
Die Worte.
Er verstand sie nicht.
Doch er spürte, dass sie Gewicht hatten.
Als der Fremde – Velidar – den Blick hob, hielt Jaromir ihm stand.
Einen Moment schwieg er.
Dann sprach er.
„Ich weiß wenig“, sagte Jaromir schlicht.
Keine Scham.
Keine Ausflucht.
„Ich bin Christ.“
Das Wort kam fest, aber ohne Eifer.
„Getauft.
Erzogen mit Psalmen, Drohungen und Verheißungen.
Ich weiß, was der Pfaffe von der Kanzel gepredigt hat.
Dass es einen Gott gibt, einen Sohn, einen Richter.
Dass die Welt gefallen ist.
Dass Leid Prüfung ist.“
Sein Blick glitt einen Herzschlag lang zu dem Hirsch, dann zurück zu Velidar.
„Von alten Göttern weiß ich nichts aus eigenem Wissen.
Nur, dass man sie Teufel nennt, wenn man sie fürchten soll
und Heilige, wenn man sie braucht.“
Ein kaum merkliches Zucken ging durch seine Miene.
„Von den Mongolen weiß ich, dass sie niederbrennen, töten und keine Fragen stellen.
Dass sie Menschen sind – und dennoch handeln, als wäre ihnen jede Seele gleich.“
Er hob das Kinn ein wenig.
„Wenn euer Herr Lasten schultert, dann kenne ich ihn nicht.
Wenn er Weisheit schenkt, dann hat er sie mir nicht offenbart.“
Jaromir rührte sich nicht, als die Kapuze fiel.
Nicht, als das Gesicht sichtbar wurde.
Nicht, als das dritte Auge sich öffnete und blau in der Dunkelheit brannte.
Der Ritus vollzog sich vor ihm, und Jaromir ließ ihn geschehen.
Er trat nicht näher.
Er wich nicht zurück.
Er sah zu.
Das Blut.
Die Zeichen.
Die Worte.
Er verstand sie nicht.
Doch er spürte, dass sie Gewicht hatten.
Als der Fremde – Velidar – den Blick hob, hielt Jaromir ihm stand.
Einen Moment schwieg er.
Dann sprach er.
„Ich weiß wenig“, sagte Jaromir schlicht.
Keine Scham.
Keine Ausflucht.
„Ich bin Christ.“
Das Wort kam fest, aber ohne Eifer.
„Getauft.
Erzogen mit Psalmen, Drohungen und Verheißungen.
Ich weiß, was der Pfaffe von der Kanzel gepredigt hat.
Dass es einen Gott gibt, einen Sohn, einen Richter.
Dass die Welt gefallen ist.
Dass Leid Prüfung ist.“
Sein Blick glitt einen Herzschlag lang zu dem Hirsch, dann zurück zu Velidar.
„Von alten Göttern weiß ich nichts aus eigenem Wissen.
Nur, dass man sie Teufel nennt, wenn man sie fürchten soll
und Heilige, wenn man sie braucht.“
Ein kaum merkliches Zucken ging durch seine Miene.
„Von den Mongolen weiß ich, dass sie niederbrennen, töten und keine Fragen stellen.
Dass sie Menschen sind – und dennoch handeln, als wäre ihnen jede Seele gleich.“
Er hob das Kinn ein wenig.
„Wenn euer Herr Lasten schultert, dann kenne ich ihn nicht.
Wenn er Weisheit schenkt, dann hat er sie mir nicht offenbart.“